Freitag, 27. März 2015

Ostereier tanzen am Baum

Heute verbrachte ich einen wundervollen Vormittag in der Gartenstadt Hellerau und viele herzallerliebste Ideen kreuzten meinen Weg.
Die erste Überraschung verbarg sich in einer alten Telefonzelle. Hier installierte ein fleißiger Handwerker ein Bücherregal. Nun dient die Zelle als Tauschbörse für ausgelesene Bücher.




Die nächste Überraschung hing an einem noch winterkahlen Baum. Ein fleißiger Kreativling bemalte normale Kunststoffeier mit Acrylfarbe oder etwas anderem und schafft somit wunderbare kleine Kunstwerke.



Und zum Abschluss kam dann der Ostereierbonbonbaum. Ich mag normalerweise eher dezente Farben und hänge selbst gern auch unbemalte Eier an den Strauch, die mit ihren natürlichen Sprenkeln wirken, aber dieser Baum hat mich wirklich hingerissen... Es muss Tage gedauert haben die ganzen Eier aufzuhängen.




Dienstag, 24. März 2015

Ostereier bemalen für Minimädchen

Ich habe festgestellt, dass wir im Wechsel eine Woche krank sind und zwei Wochen in die Einrichtung gehen. Wir brauchen also viele Ideen für zu Hause.
Ich mag es gar nicht Dinge, wenn nicht unbedingt notwendig, anzuschaffen, weil das meinen Erziehungswünschen widerstrebt und weil ich es liebe, Sachen selber zu machen.
Nun ist Ostereierzeit. Und die Mädchen sollten und wollten dann auch Eier bemalen.
Bei DM sah ich zufällig das Eiermalset von Brauns-Heitmann "Mal mit mir". Die Mädchen können hier ihre ausgeblasenen Eier schön stabil einklemmen und nach Lust und Laune anmalen. Das machen wir nun schon seit Wochen...gut, dass meine Oma Hühner hat! Nach sehr vielen Eiermalsitzungen, weiß ich, dass weiße Eier am geeignetsten sind.





Es sieht am Strauß einfach am schönsten aus, wenn die Eier nicht vollständig angemalt sind und dann das Weiß durchscheint.  Inzwischen haben wir so viele Eier, dass wir alle im Verwandtenkreis schon beschenken konnten.













Mama, I auch! Montessori in der Küche

Wir haben unsere Leidenschaft für Montessori im eigenen Heim entdeckt. Das heißt, dass dem Kind mehr Möglichkeiten eingeräumt werden, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, sich geistig und körperlich selbst zu schulen. Wichtig ist dabei eine kindgerechte Umgebung. Ich verstehe das ein bisschen, als erwachsenenähnliche in Miniform. Praktisch bedeutet das für uns, das wir verschiedene Küchenutensilien angeschafft haben, die zwar für die Kinderhand passend, aber voll funktionstüchtig sind. Inspiriert hat mich die Australierin von howwemontessori, die mit ihren Söhnen Caspar und Otis in allen heimischen Bereichen danach lebt.

Angeschafft habe ich:
2 x Minireibe von Imperial Housware für je 3,99 gefunden bei Potterie
2x Crincle Cutter von Faringdon für 5,64 über Amazon
2 x Pilzbürste von Kitchen Craft für 3,25 über Amazon
1 x Apfelteiler von Kaiser für 7,25 über Amazon

Die Produkte sind alle hochwertig und zufriedenstellend, aber unbedingt notwendig ist nur der Schneider, alles andere ist nice to have. Meine Mädchen sind davon wahnsinnig begeistert. Gestern haben sie Zuccini geschnitten und heute haben sie Kartoffeln für Wedges zerteilt. Der Cutter ist nicht scharf, lässt sich gut halten und führen und funktioniert durch seine gewellte "Schneide". Die Damen schulten ihre Feinmotorik, der Cutter verschaffte mir Zeit für die anderen Gerichte und am Ende hat es mir wirklich geholfen, dass dann alle Kartoffeln irgendwie mundgerecht waren. Und das beste dabei...die Mädchen waren so stolz und glücklich.



Freitag, 20. Februar 2015

Und wieder ein Babygeschenk ... Elefant Winzig erobert das Kinderzimmer


Das Namenskissen macht mal eine Pause. Elefant Winzig wollte einen kleinen frisch geborenen Freund. Pate stand das Buch von Erwin Moser. Das winzige Elefantenkind verschläft die Abreise der Eltern und versucht diese im Verlauf des Buchs wiederzufinden...natürlich mit Happy End.

                               
                

Für's Baby gibt es also ein Kissen mit Mama und Papa Elefant und ein Stofftier Winzig. Mamas Ohr dient als Versteck für kleine Geheimnisse, Wünsche oder, oder, oder, aber auch der kleine Elefant kann mal reinschlüpfen, wenn er kuscheln will.



Montag, 16. Februar 2015

Fasching...groß Bumbum und Tralalalalaa...Kostüme für die Mäuse

Nach fünf Tagen Krankenhaus mit dem Nesthäkchen wegen Influenza, genießen wir nun wieder Freiheit und haben es heute kurz vor knapp geschafft die Mädchenkostüme zu vollenden. Schon im Herbst kaufte ich bei H & M die "Kopfdeko" und die Röcke. So hab ich mit relativ wenig Aufwand ( 2 1/2 Stunden) zwei Kostüme "kreiert" oder eher aufgepeppt.
Im Vorfeld dachte ich, oh je, meine Minnie bekomm ich nicht los, jeder möchte Prinzessin sein, aber es war genau andersherum. Die Mädchen fliegen wahrscheinlich genau wie Papa auf Umschlagmanschette.








Im Mädchenzimmer gibt es jetzt eine Kuschelhöhle oder besser ein Zimmerzelt..

Schon ewig suchte ich nach einem Zimmerzelt, um unsere Kuschelecke noch kuscheliger zu gestalten. Das, was mir gefällt, gibt es nur ab 150 Euro plus und darum konnte ich mich bisher nicht dazu aufraffen. Zum Glück, denn bei Kram Dorit fand ich dann die perfekte Idee. Als Grundlage dient das kleine Ikea- Moskitonetz für 8,99. Die Schleifenbänder des Rings band ich besonders lang, da es mit nicht gefällt, wenn die Krone so klein ist. Dann nähte ich einen Überwurf aus fünf Dreiecken und einem locker fallenden Vorhang. Die Mädchen lieben ihr neues Haus, welches "Mama baud". ; )
Dekoriert mit Wimpeln fühlen wir uns darin super wohl.
Die Stoffe hab ich bei Butinette gefunden.




Schnittmuster, ohne Nahtzugabe

Montag, 9. Februar 2015

Babys Tränen...ratlose Neueltern, Koliken, Schreibaby - ja, was denn nun?

Bei uns ist gerade die Grippeepedemie ausgebrochen, darum komm ich auch nicht richtig zum schreiben, aber eine Sache möchte ich doch kurz aus aktuellem Anlass vorstellen, weil sie mir so am Herzen liegt.

In meiner Familie gibt es viele kleine Kinder, trotzdem konnte mich niemand darauf vorbereiten, wie es wird, Mutter eines Kindes, aber erst einmal Säuglings zu sein. In unserem Fall waren es dann zwei. Und so ehrlich muss man sein: meine romantischen Vorstellungen wurden nicht erfüllt. Die Babys schliefen nicht, weinten anfangs viel, ich hatte durch Schlafentzug narkotische Anfälle und dazu immer die Frage im Hinterkopf: "Mache ich das auch richtig?"

Kinder sind das schönste Geschenk überhaupt und die Liebe einer Mutter ist das intensivste Gefühl, was es auf der Welt geben kann, aber anfangs zeigt sich ein Baby nie so, wie wir es uns vorher ausgemalt hatten. Als Mutter weiß man das dann, aber eben leider erst dann.

Wenn wir mit unseren Kindern unterwegs sind, hören wir oft Sprüche wie: "Um Gottes willen!" oder liebevoll "Sie haben aber zuhause ganz schön zu tun." Meistens kann ich darauf ganz ehrlich antworten: "Es geht, die sind alle pflegeleicht."
Der Vater ein Freundin, auch Zwillingsmutter, sagte mal: "Das sei wirklich die Höchststrafe." An der Stelle muss ich einmal Partei ergreifen, nicht für den Inhalt, aber für die Sorge eines Vaters um seine Tochter, denn Babys zu haben ist oft und vor allem am Anfang ein Kraftakt.

Mir ging es nur aus zwei Gründen (fast) immer gut. Zum einen habe ich ein ausgeglichenes Wesen und kann sehr lange Ruhe bewahren, was sich auf Kinder sofort überträgt, genau wie der umgekehrte Fall. Zum anderen hatte ich eine wunderbare Hebamme, die mir wirklich wertvolle Ratschläge gab. Unter anderem empfahl sie mir die Broschüre "Tränenreiche Babyzeit" von der Hebamme Brigitte Hannig. Kostenloser Lesetext hier .
Die Autorin gibt uns Einblick in die Seele eines Neugeborenen. Sie verwirft den Gedanken der Dreimonatskoliken, wie die Mehrheit der Mediziner übrigens auch, und beschreibt die Ängste und Eindrücke die ein Baby am Anfang seines Lebens quälen. Ihrer Meinung nach sind Kinder in dern ersten drei Monaten ihres Lebens nicht fähig ihre Umwelt zu begreifen und brauchen viel Kraft um die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Den Kummer (auch um den Verlust ihrer sicheren Höhle) schreien sie sich dann (vornehmlich abends) von der Seele.

Viel Eltern reagieren vollkommen aufgelöst. Das Baby wird mit Nahrung, Schnuller, Tragen usw. abgelenkt, bis es irgendwann erschöpft einschläft oder die Eltern aufgeben.
Sie empfiehlt den Sorgen der kleinen Wesen Raum zu geben, ihr Nöte anzuhören, indem man sie in die Arme schließt und sich Ihren Kummer anhört. Im Internet habe ich dazu oft gelesen, "schreien lassen", aber das ist es nicht, denn man überlässt sein Kind nicht sich selbst, sondern hält es und hört ihm zu. Anstatt zu sagen, "alles gut", was es für das Kind ja nicht ist, sagt man: "Ich höre dich. Erzähl mir von Deinem Kummer."
Wichtig ist, dass die Eltern ihre eigene Mitte gefunden haben, also innerlich stark sind und diese Ruhe ausstrahlen. Ich selbst hatte für viel Text immer wenig Energie und habe stets ein tiefes und langes "Jaaaaa" von mir gegeben. Gibt man seinen Kindern Raum, die eigenen Sorgen von sich zu geben, dann wird das Weinen über einen überschaulichen Zeitraum hin, weniger werden, bis es sich ganz einstellt.
Bei uns war das abendliche Weinen nach drei Wochen wesentlich weniger geworden und nach vier Monaten vorbei, dann schliefen unsere Kinder auch von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens durch.

Meiner persönlichen Meinung nach kann man dem Neugeborenen viel Kummer ersparen, wenn man es in den ersten sechs Wochen erst einmal ankommen lässt. Das heißt keine Besuche, keine Ausflüge. Nur Zuhause, Geborgenheit, Mama und Papa. Ich weiß natürlich, dass viele den Neuankömmling willkommen heißen möchten und man niemanden vor den Kopf stoßen will. Aber wenn es das Beste für das Kind ist, dann ist es Mamapflicht.

Alle meine Kinder wurden außerdem gepuckt. Kommt es uns Erwachsen vielleicht als Zwangsjacke vor, so habe ich zumindest manches Mal von meinen Verwandten gehört, dann ist es für die Kleinen nur vertraut...Wärme und Enge waren schließlich über neun Monate das Einzige, was sie kannten. Viele Völker, ob asiatisch oder afrikanisch halten es so, warum dann nicht auch wir?
An der Stelle kann ich übrigens den französischen Dokumentarfilm "Babys" aus dem Jahr 2010 empfehlen. (Das nur am Rande.)

Frisch gebackene Eltern können es so viel leichter haben und ich erzähl immer mit so viel Enthusiasmus von unserer Anfangszeit, weil ich einerseits weiß, wie viel Kraft es kostet, aber andererseits auch einen Weg kenne, den kleinen Erdenbürgern und den Neumamas und -papas den Start zu vereinfachen.

Ein zufriedenes Baby in Papas Armen