Das Leben ist schön, mit Kindern noch schöner. Ich versuche den Zauber einzufangen und unseren Alltag besonders zu machen. Das ist oft nicht simpel. Manchmal gibt es Fragen, die ich versuche zu lösen, immer auf dem Weg eine gute Mama zu sein. Also gibt es hier Erziehungserlebtes, Bastelei, Küche, eben alles was Schleifenband und Zuckerguss verdient.
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Donnerstag, 30. April 2015
Zur Taufe ein DIY-Geschenk...
Hallo Welt, hier ist Ida.
Klein Ida ist nun da und wir begrüßen sie mit einem Namenskissen und dem Schlenkerpüppchen Annemarie.
Für die Neumama gibt es auch eine kleine Arbeitserleichterung. Osanit-Kügelchen helfen wirklich Wunder bei Zahnungsbeschwerden und haben mir selbst schon manche Nacht gerettet. Die Wala-Kinderapotheke gibt es in vielen Apotheken kostenlos. Darin findet man die richtigen homöopathischen Mittel für viele Krankheiten, aber auch manche Hausmittel, die einfach in Vergessenheit geraten sind.
Sonntag, 5. April 2015
Meine Nulli...bye,bye lieber, kleiner Schnullerfreund
Heute ist es nun also so weit...die erste Nacht ohne Schnuller. Wie für so viele Eltern vor uns, stellte die Abgewöhnung des kleinen Freundes auch für uns ein großes Fragezeichen dar. 2 1/2 Jahre war er, mit den vielen Namen, jede Nacht dabei. Ob Schnuller, Schnulli, Nuckel, Nucki, Nubsi, oder etwas förmlicher Sauger, lieb hat ihn jeder Besitzer, erinnert er doch an die erste Zeit auf Erden, in der es nichts weiter als saugen und Geborgenheit gab.
Als Opfergabe versteh ich also das Abgeben des Schnullers. Und so ein Opfer kann für die Kinderseele ganz schön schwer wiegen. Darum war es uns auch so wichtig, das Ganze ohne Tränen zu schaffen.
Als erstes versuchten wir, optimale Bedingungen zu finden. Gerade sind wir zur Kinderreha und den ganzen Tag mit unseren Kindern zusammen. Sie können also so viel Nähe bekommen, wie sie brauchen, zu jeder Zeit. Im Urlaub ist es außerdem nicht so schlimm, wenn man nachts öfter mal raus muss, um zu trösten. Denn die Geborgenheit, die das Kind mit dem Schnuller verliert, muss von Mama und Papa ausgefüllt werden.
Als nächstes überlegten wir uns eine Geschichte. Der Osterhase hat zu Ostern viel Arbeit und seine kleinen Hasenkinder sind ganz allein. Weil sie so laut weinen, brauchen sie einen Schnulli. Wenn der Hase uns also unsere Geschenke gibt, dann legen wir als Dank unseren Schnuller für die Hasenkinder in das Nest. Das leuchtete Hanni und Nanni ein. Mit Freude räumten sie das Nest aus und legten stolz den Schnuller rein. Der Abschied viel nicht schwer, wurde aber sehr bewusst erlebt. Mehrmals mussten wir heute die Geschichte von den Hasenkinder hören, als hätten Hanni und Nanni sie tatsächlich gesehen und erlebt. Bis dahin klappte alles gut.
Dann ging es ins Bett und auf einmal hatte man den Schnulli nicht mehr verschenkt, sondern die Hasenkinder hatten ihn weggenommen. Es gab also viele negative Gefühle. Die ersten Klagelaute waren zu hören. Ich versuchte immer wieder zu beruhigen, aber es half nichts. Tränen wollten wir ja um jeden Preis vermeiden. Also versprach ich den Osterhasen anzurufen und ihm zu sagen, dass wir die Schokoeier zurückgeben,wenn wir unseren Schnulli wieder bekämen. Ich wollte mich natürlich nicht geschlagen geben und schnitt den Nuckel ein Stück ab, bevor ich ihn zurückgab. Die Mädchen staunten als sie sahen, dass die Hasenkinder ein Stück abgebissen hatten. Der Schnuller wurde ausprobiert, aber nun war er entweiht. Spass machte es nicht mehr und so waren Hanni und Nanni mit dem Tauschgeschäft ganz unzufrieden. Die Liebe zur Schokolade siegte und nun sollte ich die Schnuller wieder ins Nest legen und die Eier zurückholen.
Hanni schlief dann ohne Probleme ein, obwohl sie offenkundig lieber schnullert. Nanni wälzte sich hin und her. Ich merkte richtig, dass sie suchte. Ich hielt sie fest. Nach einer Stunde unruhigen Liegens sollte ich ihr etwas zu trinken holen, danach schlief sie ohne mich ein.
Fazit: Unsere Methode ist sicherlich nicht optimal, aber bisher (!) blieb großes Weinen aus.
Am Tag haben die Mädchen im Alter von acht Monaten das letzte Mal geschnullert. Das ging relativ problemlos. Wahrscheinlich ist es für Kinder doch leichter, den Verlust zu akzeptieren, wenn sie kleiner sind und noch nicht vergeistigt haben, was sie da verlieren. Je später, umso schlimmer also.
Eine andere Methode, die mir sehr sanft erscheint, ist das Anstechen des Schnullers (funktioniert nicht bei Silikon). Die Saugfunktion geht verloren. Dann schneidet man Woche für Woche ein kleines Stück des Schnullers ab und irgendwann fällt er einfach aus dem Mund. Die Kinderseele wird geschont, der Verlust ist nicht abrupt und der kleine Freund ist ja irgendwie noch da.
Mal sehen, wie es morgen und heute Nacht weiter geht. Dann nur noch trocken werden und Schuleinführung...und dann sind sie groß.
Zwischenreport: Nach (beinahe) vier Nächten ohne Schnuller sind wir, so hoffe ich, über den Berg. Die Nachfrage nahm von Nacht zu Nacht ab. Gab es in den ersten zwei Nächten noch ein bisschen Jammer, so schliefen beide heute ohne Nachfragen ein. Hanni schläft recht schnell ein, aber Nanni braucht schon 30-45 min. Ich liege die ganze Zeit bei ihnen und schenke Ihnen meine Nähe. Morgen will ich dann probieren, noch im wachen Zustand der Mädchen das Zimmer zu verlassen. Nachts schläft Nanni ohne aufzuwachen, aber Hanni schrie heute Nacht einmal sehr schlimm. Sie ließ sich nicht durch gutes Zureden beruhigen. Erst als ich mich zu ihr legte, war es wieder gut und sie akzeptierte, dass ich wieder in mein eigenes Bett musste, weil ihres nicht ausreichend groß für uns beide war.
-----------
Das Schnulliprotokoll: Heute ist Nacht sechs. Hanni hat sich vollkommen arrangiert mit ihrem schnullerfreien Leben. Sie schläft beim Kuscheln rasch ein, akzeptiert aber auch, wenn ich vorher rausgehe. Nanni braucht nach wie vor ca. 45 min zum Einschlafen. Geh ich vorher raus, akzeptiert sie das nur schwer. Sie braucht einfach noch ein bisschen länger. Man sieht also auch hier wieder, dass es von Kind zu Kind unterschiedlich ist und man leider nicht pauschal sagen kann, dass es ungefähr fünf Nächte braucht, bis die Schnullerfreunde den Abschied verdaut haben. Auf das Schlafverhalten insgesamt hat sich der Verlust aber positiv ausgewirkt. Die Mädchen werden weniger häufig wach, weil sie nachts nicht mehr ihren Nuckel suchen, wenn er mal aus dem Mund gefallen ist.
------------
Schnullerfrei seit über drei Wochen, aber noch ist er nicht vergessen. Das Einschlafen funktioniert jetzt besser, auch wenn ich nicht mit ihnen kuschel, allerdings hat sich unser Schlafvolumen von 13 auf 10 Stunden verringert. Der Mittagsschlaf wird ganz ausgelassen. Ohne Schnuller kommen sie einfach nicht zur Ruhe. Gegen 15.00 Uhr würden sie dann so einschlafen, aber das ist mir wirklich zu spät. Natürlich sind sie dann am Nachmittag quengelig. Ich hab jetzt schon mehrfach gelesen, dass eine temporäre Veränderung im Schlafbedarf normal sei, wenn der Schnuller entwöhnt wird. Hoffen wir also, dass sich das wieder gibt.
---------------
Letzter Nachtrag:
Bis Hanni und Nanni ein schnullerfreies Leben und vor allem Schlafen akzeptiert hatten, hat es zirka zwei Monate gedauert. Inzwischen schlafen sie regelmäßig 11,5 Stunden. Sie sind damit aber ausgeruht und zufrieden. Die Schnullerentwöhnung hat wahrscheinlich eine normale Schlafbedarfsveränderung beschleunigt. Unser Schlafritual hat sich dauerhaft verändert. Wir schauen ein Buch an, singen zwei anstatt einem Lied und dann geht es ins Bett. Die Mädchen machen ein klein wenig Theater, das heißt sie kommen vielleicht och fünf Mal raus (selten mehr, mal weniger) und dann ist Ruhe. Dafür schlafen die nachts sehr viel ruhig.
Mein Fazit ist: der negativer Verlauf, vor dem ich Angst hatte, ist eingetreten. Sie haben es nicht leicht genommen. Andererseits wollte ich dann auch nicht mehr zurück.. Insgesamt hat es zwei Monate gedauert, dann war es überstanden und eine bessere Variante ist mir nicht gegeben gewesen. Letztendlich war ich bei meinen Mädchen als sie einen großen Schritt vom Baby zum Großwerden getan haben.
Als Opfergabe versteh ich also das Abgeben des Schnullers. Und so ein Opfer kann für die Kinderseele ganz schön schwer wiegen. Darum war es uns auch so wichtig, das Ganze ohne Tränen zu schaffen.
Als erstes versuchten wir, optimale Bedingungen zu finden. Gerade sind wir zur Kinderreha und den ganzen Tag mit unseren Kindern zusammen. Sie können also so viel Nähe bekommen, wie sie brauchen, zu jeder Zeit. Im Urlaub ist es außerdem nicht so schlimm, wenn man nachts öfter mal raus muss, um zu trösten. Denn die Geborgenheit, die das Kind mit dem Schnuller verliert, muss von Mama und Papa ausgefüllt werden.
Als nächstes überlegten wir uns eine Geschichte. Der Osterhase hat zu Ostern viel Arbeit und seine kleinen Hasenkinder sind ganz allein. Weil sie so laut weinen, brauchen sie einen Schnulli. Wenn der Hase uns also unsere Geschenke gibt, dann legen wir als Dank unseren Schnuller für die Hasenkinder in das Nest. Das leuchtete Hanni und Nanni ein. Mit Freude räumten sie das Nest aus und legten stolz den Schnuller rein. Der Abschied viel nicht schwer, wurde aber sehr bewusst erlebt. Mehrmals mussten wir heute die Geschichte von den Hasenkinder hören, als hätten Hanni und Nanni sie tatsächlich gesehen und erlebt. Bis dahin klappte alles gut.
Dann ging es ins Bett und auf einmal hatte man den Schnulli nicht mehr verschenkt, sondern die Hasenkinder hatten ihn weggenommen. Es gab also viele negative Gefühle. Die ersten Klagelaute waren zu hören. Ich versuchte immer wieder zu beruhigen, aber es half nichts. Tränen wollten wir ja um jeden Preis vermeiden. Also versprach ich den Osterhasen anzurufen und ihm zu sagen, dass wir die Schokoeier zurückgeben,wenn wir unseren Schnulli wieder bekämen. Ich wollte mich natürlich nicht geschlagen geben und schnitt den Nuckel ein Stück ab, bevor ich ihn zurückgab. Die Mädchen staunten als sie sahen, dass die Hasenkinder ein Stück abgebissen hatten. Der Schnuller wurde ausprobiert, aber nun war er entweiht. Spass machte es nicht mehr und so waren Hanni und Nanni mit dem Tauschgeschäft ganz unzufrieden. Die Liebe zur Schokolade siegte und nun sollte ich die Schnuller wieder ins Nest legen und die Eier zurückholen.
Hanni schlief dann ohne Probleme ein, obwohl sie offenkundig lieber schnullert. Nanni wälzte sich hin und her. Ich merkte richtig, dass sie suchte. Ich hielt sie fest. Nach einer Stunde unruhigen Liegens sollte ich ihr etwas zu trinken holen, danach schlief sie ohne mich ein.
Fazit: Unsere Methode ist sicherlich nicht optimal, aber bisher (!) blieb großes Weinen aus.
Am Tag haben die Mädchen im Alter von acht Monaten das letzte Mal geschnullert. Das ging relativ problemlos. Wahrscheinlich ist es für Kinder doch leichter, den Verlust zu akzeptieren, wenn sie kleiner sind und noch nicht vergeistigt haben, was sie da verlieren. Je später, umso schlimmer also.
Eine andere Methode, die mir sehr sanft erscheint, ist das Anstechen des Schnullers (funktioniert nicht bei Silikon). Die Saugfunktion geht verloren. Dann schneidet man Woche für Woche ein kleines Stück des Schnullers ab und irgendwann fällt er einfach aus dem Mund. Die Kinderseele wird geschont, der Verlust ist nicht abrupt und der kleine Freund ist ja irgendwie noch da.
Mal sehen, wie es morgen und heute Nacht weiter geht. Dann nur noch trocken werden und Schuleinführung...und dann sind sie groß.
Zwischenreport: Nach (beinahe) vier Nächten ohne Schnuller sind wir, so hoffe ich, über den Berg. Die Nachfrage nahm von Nacht zu Nacht ab. Gab es in den ersten zwei Nächten noch ein bisschen Jammer, so schliefen beide heute ohne Nachfragen ein. Hanni schläft recht schnell ein, aber Nanni braucht schon 30-45 min. Ich liege die ganze Zeit bei ihnen und schenke Ihnen meine Nähe. Morgen will ich dann probieren, noch im wachen Zustand der Mädchen das Zimmer zu verlassen. Nachts schläft Nanni ohne aufzuwachen, aber Hanni schrie heute Nacht einmal sehr schlimm. Sie ließ sich nicht durch gutes Zureden beruhigen. Erst als ich mich zu ihr legte, war es wieder gut und sie akzeptierte, dass ich wieder in mein eigenes Bett musste, weil ihres nicht ausreichend groß für uns beide war.
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Das Schnulliprotokoll: Heute ist Nacht sechs. Hanni hat sich vollkommen arrangiert mit ihrem schnullerfreien Leben. Sie schläft beim Kuscheln rasch ein, akzeptiert aber auch, wenn ich vorher rausgehe. Nanni braucht nach wie vor ca. 45 min zum Einschlafen. Geh ich vorher raus, akzeptiert sie das nur schwer. Sie braucht einfach noch ein bisschen länger. Man sieht also auch hier wieder, dass es von Kind zu Kind unterschiedlich ist und man leider nicht pauschal sagen kann, dass es ungefähr fünf Nächte braucht, bis die Schnullerfreunde den Abschied verdaut haben. Auf das Schlafverhalten insgesamt hat sich der Verlust aber positiv ausgewirkt. Die Mädchen werden weniger häufig wach, weil sie nachts nicht mehr ihren Nuckel suchen, wenn er mal aus dem Mund gefallen ist.
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Schnullerfrei seit über drei Wochen, aber noch ist er nicht vergessen. Das Einschlafen funktioniert jetzt besser, auch wenn ich nicht mit ihnen kuschel, allerdings hat sich unser Schlafvolumen von 13 auf 10 Stunden verringert. Der Mittagsschlaf wird ganz ausgelassen. Ohne Schnuller kommen sie einfach nicht zur Ruhe. Gegen 15.00 Uhr würden sie dann so einschlafen, aber das ist mir wirklich zu spät. Natürlich sind sie dann am Nachmittag quengelig. Ich hab jetzt schon mehrfach gelesen, dass eine temporäre Veränderung im Schlafbedarf normal sei, wenn der Schnuller entwöhnt wird. Hoffen wir also, dass sich das wieder gibt.
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Letzter Nachtrag:
Bis Hanni und Nanni ein schnullerfreies Leben und vor allem Schlafen akzeptiert hatten, hat es zirka zwei Monate gedauert. Inzwischen schlafen sie regelmäßig 11,5 Stunden. Sie sind damit aber ausgeruht und zufrieden. Die Schnullerentwöhnung hat wahrscheinlich eine normale Schlafbedarfsveränderung beschleunigt. Unser Schlafritual hat sich dauerhaft verändert. Wir schauen ein Buch an, singen zwei anstatt einem Lied und dann geht es ins Bett. Die Mädchen machen ein klein wenig Theater, das heißt sie kommen vielleicht och fünf Mal raus (selten mehr, mal weniger) und dann ist Ruhe. Dafür schlafen die nachts sehr viel ruhig.
Mein Fazit ist: der negativer Verlauf, vor dem ich Angst hatte, ist eingetreten. Sie haben es nicht leicht genommen. Andererseits wollte ich dann auch nicht mehr zurück.. Insgesamt hat es zwei Monate gedauert, dann war es überstanden und eine bessere Variante ist mir nicht gegeben gewesen. Letztendlich war ich bei meinen Mädchen als sie einen großen Schritt vom Baby zum Großwerden getan haben.
Freitag, 20. Februar 2015
Und wieder ein Babygeschenk ... Elefant Winzig erobert das Kinderzimmer
Montag, 9. Februar 2015
Babys Tränen...ratlose Neueltern, Koliken, Schreibaby - ja, was denn nun?
Bei uns ist gerade die Grippeepedemie ausgebrochen, darum komm ich auch nicht richtig zum schreiben, aber eine Sache möchte ich doch kurz aus aktuellem Anlass vorstellen, weil sie mir so am Herzen liegt.
In meiner Familie gibt es viele kleine Kinder, trotzdem konnte mich niemand darauf vorbereiten, wie es wird, Mutter eines Kindes, aber erst einmal Säuglings zu sein. In unserem Fall waren es dann zwei. Und so ehrlich muss man sein: meine romantischen Vorstellungen wurden nicht erfüllt. Die Babys schliefen nicht, weinten anfangs viel, ich hatte durch Schlafentzug narkotische Anfälle und dazu immer die Frage im Hinterkopf: "Mache ich das auch richtig?"
Kinder sind das schönste Geschenk überhaupt und die Liebe einer Mutter ist das intensivste Gefühl, was es auf der Welt geben kann, aber anfangs zeigt sich ein Baby nie so, wie wir es uns vorher ausgemalt hatten. Als Mutter weiß man das dann, aber eben leider erst dann.
Wenn wir mit unseren Kindern unterwegs sind, hören wir oft Sprüche wie: "Um Gottes willen!" oder liebevoll "Sie haben aber zuhause ganz schön zu tun." Meistens kann ich darauf ganz ehrlich antworten: "Es geht, die sind alle pflegeleicht."
Der Vater ein Freundin, auch Zwillingsmutter, sagte mal: "Das sei wirklich die Höchststrafe." An der Stelle muss ich einmal Partei ergreifen, nicht für den Inhalt, aber für die Sorge eines Vaters um seine Tochter, denn Babys zu haben ist oft und vor allem am Anfang ein Kraftakt.
Mir ging es nur aus zwei Gründen (fast) immer gut. Zum einen habe ich ein ausgeglichenes Wesen und kann sehr lange Ruhe bewahren, was sich auf Kinder sofort überträgt, genau wie der umgekehrte Fall. Zum anderen hatte ich eine wunderbare Hebamme, die mir wirklich wertvolle Ratschläge gab. Unter anderem empfahl sie mir die Broschüre "Tränenreiche Babyzeit" von der Hebamme Brigitte Hannig. Kostenloser Lesetext hier .
Die Autorin gibt uns Einblick in die Seele eines Neugeborenen. Sie verwirft den Gedanken der Dreimonatskoliken, wie die Mehrheit der Mediziner übrigens auch, und beschreibt die Ängste und Eindrücke die ein Baby am Anfang seines Lebens quälen. Ihrer Meinung nach sind Kinder in dern ersten drei Monaten ihres Lebens nicht fähig ihre Umwelt zu begreifen und brauchen viel Kraft um die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Den Kummer (auch um den Verlust ihrer sicheren Höhle) schreien sie sich dann (vornehmlich abends) von der Seele.
Viel Eltern reagieren vollkommen aufgelöst. Das Baby wird mit Nahrung, Schnuller, Tragen usw. abgelenkt, bis es irgendwann erschöpft einschläft oder die Eltern aufgeben.
Sie empfiehlt den Sorgen der kleinen Wesen Raum zu geben, ihr Nöte anzuhören, indem man sie in die Arme schließt und sich Ihren Kummer anhört. Im Internet habe ich dazu oft gelesen, "schreien lassen", aber das ist es nicht, denn man überlässt sein Kind nicht sich selbst, sondern hält es und hört ihm zu. Anstatt zu sagen, "alles gut", was es für das Kind ja nicht ist, sagt man: "Ich höre dich. Erzähl mir von Deinem Kummer."
Wichtig ist, dass die Eltern ihre eigene Mitte gefunden haben, also innerlich stark sind und diese Ruhe ausstrahlen. Ich selbst hatte für viel Text immer wenig Energie und habe stets ein tiefes und langes "Jaaaaa" von mir gegeben. Gibt man seinen Kindern Raum, die eigenen Sorgen von sich zu geben, dann wird das Weinen über einen überschaulichen Zeitraum hin, weniger werden, bis es sich ganz einstellt.
Bei uns war das abendliche Weinen nach drei Wochen wesentlich weniger geworden und nach vier Monaten vorbei, dann schliefen unsere Kinder auch von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens durch.
Meiner persönlichen Meinung nach kann man dem Neugeborenen viel Kummer ersparen, wenn man es in den ersten sechs Wochen erst einmal ankommen lässt. Das heißt keine Besuche, keine Ausflüge. Nur Zuhause, Geborgenheit, Mama und Papa. Ich weiß natürlich, dass viele den Neuankömmling willkommen heißen möchten und man niemanden vor den Kopf stoßen will. Aber wenn es das Beste für das Kind ist, dann ist es Mamapflicht.
Alle meine Kinder wurden außerdem gepuckt. Kommt es uns Erwachsen vielleicht als Zwangsjacke vor, so habe ich zumindest manches Mal von meinen Verwandten gehört, dann ist es für die Kleinen nur vertraut...Wärme und Enge waren schließlich über neun Monate das Einzige, was sie kannten. Viele Völker, ob asiatisch oder afrikanisch halten es so, warum dann nicht auch wir?
An der Stelle kann ich übrigens den französischen Dokumentarfilm "Babys" aus dem Jahr 2010 empfehlen. (Das nur am Rande.)
Frisch gebackene Eltern können es so viel leichter haben und ich erzähl immer mit so viel Enthusiasmus von unserer Anfangszeit, weil ich einerseits weiß, wie viel Kraft es kostet, aber andererseits auch einen Weg kenne, den kleinen Erdenbürgern und den Neumamas und -papas den Start zu vereinfachen.
In meiner Familie gibt es viele kleine Kinder, trotzdem konnte mich niemand darauf vorbereiten, wie es wird, Mutter eines Kindes, aber erst einmal Säuglings zu sein. In unserem Fall waren es dann zwei. Und so ehrlich muss man sein: meine romantischen Vorstellungen wurden nicht erfüllt. Die Babys schliefen nicht, weinten anfangs viel, ich hatte durch Schlafentzug narkotische Anfälle und dazu immer die Frage im Hinterkopf: "Mache ich das auch richtig?"
Kinder sind das schönste Geschenk überhaupt und die Liebe einer Mutter ist das intensivste Gefühl, was es auf der Welt geben kann, aber anfangs zeigt sich ein Baby nie so, wie wir es uns vorher ausgemalt hatten. Als Mutter weiß man das dann, aber eben leider erst dann.
Wenn wir mit unseren Kindern unterwegs sind, hören wir oft Sprüche wie: "Um Gottes willen!" oder liebevoll "Sie haben aber zuhause ganz schön zu tun." Meistens kann ich darauf ganz ehrlich antworten: "Es geht, die sind alle pflegeleicht."
Der Vater ein Freundin, auch Zwillingsmutter, sagte mal: "Das sei wirklich die Höchststrafe." An der Stelle muss ich einmal Partei ergreifen, nicht für den Inhalt, aber für die Sorge eines Vaters um seine Tochter, denn Babys zu haben ist oft und vor allem am Anfang ein Kraftakt.
Mir ging es nur aus zwei Gründen (fast) immer gut. Zum einen habe ich ein ausgeglichenes Wesen und kann sehr lange Ruhe bewahren, was sich auf Kinder sofort überträgt, genau wie der umgekehrte Fall. Zum anderen hatte ich eine wunderbare Hebamme, die mir wirklich wertvolle Ratschläge gab. Unter anderem empfahl sie mir die Broschüre "Tränenreiche Babyzeit" von der Hebamme Brigitte Hannig. Kostenloser Lesetext hier .
Die Autorin gibt uns Einblick in die Seele eines Neugeborenen. Sie verwirft den Gedanken der Dreimonatskoliken, wie die Mehrheit der Mediziner übrigens auch, und beschreibt die Ängste und Eindrücke die ein Baby am Anfang seines Lebens quälen. Ihrer Meinung nach sind Kinder in dern ersten drei Monaten ihres Lebens nicht fähig ihre Umwelt zu begreifen und brauchen viel Kraft um die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Den Kummer (auch um den Verlust ihrer sicheren Höhle) schreien sie sich dann (vornehmlich abends) von der Seele.
Viel Eltern reagieren vollkommen aufgelöst. Das Baby wird mit Nahrung, Schnuller, Tragen usw. abgelenkt, bis es irgendwann erschöpft einschläft oder die Eltern aufgeben.
Sie empfiehlt den Sorgen der kleinen Wesen Raum zu geben, ihr Nöte anzuhören, indem man sie in die Arme schließt und sich Ihren Kummer anhört. Im Internet habe ich dazu oft gelesen, "schreien lassen", aber das ist es nicht, denn man überlässt sein Kind nicht sich selbst, sondern hält es und hört ihm zu. Anstatt zu sagen, "alles gut", was es für das Kind ja nicht ist, sagt man: "Ich höre dich. Erzähl mir von Deinem Kummer."
Wichtig ist, dass die Eltern ihre eigene Mitte gefunden haben, also innerlich stark sind und diese Ruhe ausstrahlen. Ich selbst hatte für viel Text immer wenig Energie und habe stets ein tiefes und langes "Jaaaaa" von mir gegeben. Gibt man seinen Kindern Raum, die eigenen Sorgen von sich zu geben, dann wird das Weinen über einen überschaulichen Zeitraum hin, weniger werden, bis es sich ganz einstellt.
Bei uns war das abendliche Weinen nach drei Wochen wesentlich weniger geworden und nach vier Monaten vorbei, dann schliefen unsere Kinder auch von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens durch.
Meiner persönlichen Meinung nach kann man dem Neugeborenen viel Kummer ersparen, wenn man es in den ersten sechs Wochen erst einmal ankommen lässt. Das heißt keine Besuche, keine Ausflüge. Nur Zuhause, Geborgenheit, Mama und Papa. Ich weiß natürlich, dass viele den Neuankömmling willkommen heißen möchten und man niemanden vor den Kopf stoßen will. Aber wenn es das Beste für das Kind ist, dann ist es Mamapflicht.
Alle meine Kinder wurden außerdem gepuckt. Kommt es uns Erwachsen vielleicht als Zwangsjacke vor, so habe ich zumindest manches Mal von meinen Verwandten gehört, dann ist es für die Kleinen nur vertraut...Wärme und Enge waren schließlich über neun Monate das Einzige, was sie kannten. Viele Völker, ob asiatisch oder afrikanisch halten es so, warum dann nicht auch wir?
An der Stelle kann ich übrigens den französischen Dokumentarfilm "Babys" aus dem Jahr 2010 empfehlen. (Das nur am Rande.)
Frisch gebackene Eltern können es so viel leichter haben und ich erzähl immer mit so viel Enthusiasmus von unserer Anfangszeit, weil ich einerseits weiß, wie viel Kraft es kostet, aber andererseits auch einen Weg kenne, den kleinen Erdenbürgern und den Neumamas und -papas den Start zu vereinfachen.
| Ein zufriedenes Baby in Papas Armen |
Freitag, 26. Dezember 2014
Eine Tasche für den Kinderwagen
Weil alle Alternativen so unschön waren, fing ich für den Zwillingswagen zwei Vögelchen ein, denn auch mit Doppelkutsche muss man mal einkaufen.
Donnerstag, 25. Dezember 2014
Willkommen Baby!
Ich nähe sehr gern Kissen als Willkommensgeschenk für Babys im Freundeskreis. Als Grundlage kauf ich meistens fertige Kissenhüllen (Ikea, IB Laursen...). Dann werden Häuser und andere Details drauf genäht. Das Ganze geht relativ schnell (ca. fünf Stunden) und ist wirklich individuell. Und vor allem liegt es später nicht rum, kann bekuschelt werden und begleitet den Winzling auf unbestimmte Zeit. Die Stoffe sind in der Regel von Ikea oder vom Türkenmarkt in Berlin.
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