Samstag, 27. Dezember 2014

Mein fantastischer Sonnenschein haut. Kann das denn sein?

Unsere Zwillingsmädchen sind sehr unterschiedlich. War die Große sehr anspruchsvoll und forderte meine ganze Energie, war die Jüngere ein Selbstläufer. Trotz der Schwierigkeiten oder gerade aufgrund dieser bekam die Erstgeborene sehr viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Die Kleine natürlich auch, aber immer im Schnelldurchlauf.

 Zwei Jahre später und um viele Erziehungserlebnisse reicher, erlebe ich immer wieder, wie die Kleine auf Verbote mit Aggression reagiert. Ich halte sie sonst gar nicht für auffällig, aber logischerweise bekümmert mich das Verhalten natürlich. Vielleicht versucht sie nun Aufmerksamkeit zu erhaschen, die sie früher nicht bekommen hat. Verbiete ich ihr Dinge, reagiert sie heute gelegentlich damit, das sie wütend wird und mich haut.

Verschiedene Reaktionen hab ich schon ausprobiert. Aufstehen und meine Aufmerksamkeit entziehen, ist nicht die Methode der Wahl, aber auch nicht die schlechteste. Einerseits will ich meinem Kind auch in dieser Situation das Gefühl geben, geliebt zu werden, andererseits ist es manchmal nicht möglich, besonnen zu reagieren. Die schlechteste Reaktion ist es, selbst laut zu werden. Das Kind soll ja ein anderes Verhalten vorgelebt bekommen. Darum ist es sicher besser der Situation zu entfliehen, wenn die Nerven ein besseres Agieren gerade nicht erlauben.

Ich habe auch schon versucht, ihr in solchen Momenten besonders viel Liebe entgegen zu bringen, aber verständlicher Weise will sie das nicht, da sie ja wütend auf mich ist. Ignoriere ich ihr Verhalten, fängt sie zum Beispiel an den Schrank auszuräumen, Bausteine zu werfen oder ähnliches, bis sie meine Aufmerksamkeit hat.

Sehr oft versuche ich ihr, ihr Verhalten vor Augen zu führen, indem ich ihr sage: "Mama haut man nicht. Mama haut Dich auch nicht. Das macht man nicht." Sicher ist es sehr wichtig das Kind ernst zu nehmen und ihm zu vermitteln, dass man seinen Ärger versteht: "Ich verstehe, dass Du Deine Puppe gern noch einmal anziehen möchtest, aber Mama muss sich jetzt selbst auch anziehen, sonst friert sie." Das gelingt mir aber nicht immer, denn wenn Übermüdung oder Zeitdruck bestimmen, ist es manchmal schwer, einen Grund zu finden, denn man verstehen kann.

Wenn ich morgens mit den Mädchen los muss und wir nach 2,5 Stunden Morgenprogramm noch eine Auseinandersetzung haben, nehme ich mein Mädchen in solchen Situationen oft in den Arm und sage ihr, dass ich sie lieb habe, jetzt erst mal die Geschwister runter bringe und sie gleich hole, weil sie im Moment noch nicht bereit ist. Sie ist natürlich traurig, weiter sauer und weint, wenn ich gehe, aber wenn ich wiederkomme, ist sie wie ausgewechselt. Sie hat in diesem Augenblick keine Verlustängste, sie geniest es mit mir allein zu sein, wenn ich wieder da bin und merkt, dass ich sie trotzdem liebe.
Das ist, denke ich, das Wichtigste, Kindern auch in anstrengenden Situation zu zeigen und zu sagen, dass man sie liebt. Ich habe noch keine Lösung für unser Problem. Ich höhle den Stein mit dem steten Tropfen, denn wenn ich eines bisher erkannt habe, dann, dass alles in Phasen verläuft und wir auch diese Phase meistern werden.

Andere Gedanken zum Themen:

http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/10/agressive-kinder-im-alter-von-3-bis-6-jahren-woher-kommen-die-aggressionen-und-wie-geht-man-damit-um.html



1. März 2015:
Ich reflektiere: Das Hauen ist viel weniger geworden. Gelegentlich kommt es noch vor, aber wirklich sehr selten. Dafür lässt sie sich jetzt nur noch von Mama anziehen... Papa darf sie manchmal nicht einmal tragen. Es geht also alles in Phasen vorbei und es kommt wieder etwas neues.

Freitag, 26. Dezember 2014

Wiesenblumen

Ist das nicht unglaublich... diesen Blumenstrauß gab es in der Wuhlheide. Viel Durst hatte er, aber drei Wochen hielt er und das Pflücken hat so einen Spaß gemacht. Ein Traum!





Strandgut sorgt für Ordnung

Der letzte Urlaub ohne Kinder führte uns nach Italien und auch wenn wir keine großen Touren mehr drehten, so hinderte mich der Zwillingsbauch doch nicht daran, etwas Nützliches zu sammeln. Die gefundenen alten Bretter wurden dann mit bunten Knöpfen aufgehübscht und dienten dann als Kleiderhaken.


Spitze , Birke und Gardine

Das erste Kinderzimmer unserer Mädchen, noch in Berlin, brauchte unbedingt ein bisschen Anonymität. Eine Gardine musste her, genäht aus einem alten Überschlaglacken vom Flohmarkt, versehen mit Spitze und Rüschenband. Die Gardinenstange knüpfte mein Mann dem Wald ab. Fertig.



Eine Tasche für den Kinderwagen

Weil alle Alternativen so unschön waren, fing ich für den Zwillingswagen zwei Vögelchen ein, denn auch mit Doppelkutsche muss man mal einkaufen.





Einen Igel basteln

Bei schlechtem Wetter ist man mit kleinen Kindern oft ganz schön aufgeschmissen. Basteln und Malen sind meist noch zu schwer. Eine schöne und vor allem machbare Bastelei für Kinder ab zwei Jahren ist der Kastanienigel. Dazu sammelt man bei gutem Wetter Kastanien, bohrt dann zu Hause mit einem kleinen Holzbohrer Löcher vor und die Kinder stecken dann halbierte Zahnstocher in die Löcher. Fertig ist der Igel, die Feinmotorik wird trainiert und das Ergebnis ist auf seine simple Art und Weise einfach süß. Natürlich müssen die Kinder aufpassen, dass sie sich mit den Zahnstochern nicht pieksen, aber man muss seinem Nachwuchs auch mal etwas zutrauen, damit er wachsen kann.



Blumen und Kristall

Als Freund von einzelnen Blümchen und weniger von großen Sträußen habe ich überall in unserer Wohnung kleine Blumeninseln geschaffen. Besonders hübsch sind alte Dessertgläser oder Zuckerschalen aus Kristall vom Flohmarkt.



Meine Mama meinte als sie gestern zu Besuch war, dass unser Bad "Urlaubsflair" hätte und wahrscheinlich beschreibt das die Stimmung am besten, die Blumen, Kerzen und Lichterketten erzeugen.



Im Übrigen eignen sich die alten Vasen und Döschen auch herrlich um Nutzgegenstände adrett zu verstauen.