Das Leben ist schön, mit Kindern noch schöner. Ich versuche den Zauber einzufangen und unseren Alltag besonders zu machen. Das ist oft nicht simpel. Manchmal gibt es Fragen, die ich versuche zu lösen, immer auf dem Weg eine gute Mama zu sein. Also gibt es hier Erziehungserlebtes, Bastelei, Küche, eben alles was Schleifenband und Zuckerguss verdient.
Freitag, 16. Januar 2015
Neuauflage von Omas Klammersack..ein Geschenk zum Einzug
Diese Woche habe ich viel genäht. Ein Klammersack zur Aufbewahrung der Wäscheklammern ist entstanden. Den wollen wir Studienfreunden zum Einzug ins eigene Häuschen schenken. Mal eine Alternative zu Salz und Brot und etwas, das bleibt. Ich habe einen Kinderkleiderbügel verwendet, weil die nicht so groß sind. Vorn habe ich noch eine Tasche eingenäht, da kann mal ein Lappen oder eine Wäscheleine aufbewahrt werden. Die Kleidungsstücke auf der Wäscheleine sind mit Ikeakissenfüllwatte (ein tolles Wort) ausgestopft. Die Wäscheklammern und das Monogramm habe ich mit der Hand drauf gestickt.
Mittwoch, 7. Januar 2015
6. Januar... die Weihnachtszeit ist vorbei...die Winterdeko hält Einzug
Heute hab ich alle Schwibbögen verpackt. Auspacken macht doch mehr Spaß als Einpacken... aber das neue Dekorieren war herrlich. Ich bin so begeistert von meinen "Räder"-Häusern. In Kombination mit der Milchkanne vom Trödel und dem winterkahlen Ast der Scharzerle mit seinen hübschen kleinen Zapfen wirkt es so klar, wie des Winters schönste Seite.
Das andere Fenster durfte seine Deko behalten. Beide ergeben nun ein schönes Tandem.
Noch einmal Kissen...
Wieder einmal gibt es Nachwuchs und so gibt es neue Kissen, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Voilà.
Ein Mitbringsel aus Görlitz
Beinahe hätte ich vergessen von meinem phänomenalen Wasserkrug zu berichten. Schon lange war ich auf der Suche danach und bin ein einem Antiquariat in Görlitz nun endlich fündig geworden.
Die Verkäuferin erklärte mir auch noch mal den Unterschied zwischen Pressglas und mundgeblasenem Glas. Bei Pressglas sieht man die Naht, wie allgemein hin bekannt. Nun ist es aber so, dass mundgeblasenes Glas früher eine eindeutigen Abrissenarbe am Boden hatte. Die wird seit geraumer Zeit verpfeilt (ca. 40 Jahre). Man sieht also keine Naht, aber auch keine Abrissspuren, wo das Glas auf dem Holzstab gedreht und dann abgerissen wurde. Die Karaffe ist also Handarbeit, aber jüngeren Datums.
Sie steht hier neben zwei Wassergläsern von La Rochère. Ich liebe die Gläser der französischen Traditionsfirma und kann es kaum erwarten, wenn wir mal wieder Wasser im großen Stil auftafeln. ; )
Sonntag, 4. Januar 2015
Korken knallen in Görlitz...
Wie jedes Jahr haben wir auch 2014 mit einer Städtereise verabschiedet. Es zog uns nach Görlitz. Hollywood hat diese Stadt bereits vor einiger Zeit entdeckt, darum nennen sie einige auch liebevoll Görliwood. So wurde hier unter anderem der "Vorleser" und "Grand Budapest" gedreht. Das ist nicht verwunderlich, denn Deutschlands größtes Flächendenkmal verfügt über eine herrlich historische Kulisse und lässt jeden Besucher schwärmen. Selbst an trüben Tagen lassen die fröhlich gestrichenen und herrlich sanierten Bauten keine schlechte Laune aufkommen.
Ich bin wirklich total begeistert von dieser Stadt. Gerade im Altstadtkern gibt es sehr viele Einrichtungsgeschäft wie "Blütenweiß" und "Ambiente - schöner Wohnen". Leider waren alle geschlossen, aber meine Neugierde ist immer noch sehr groß.
Am ersten Tag nutzen wir die 90 minütige Stadtrundführung und trotz meiner vorherigen Skepsis haben die Mädchen gut durchgehalten. Das lag vor allem daran, dass die Führung sich auf eine sehr kurze Distanz beschränkte und die Kinder auch einmal rennen konnten. Es war wirklich sehr entspannt.
Da wir, seit wir Kinder haben, nicht mehr am Silvesterabend ins Theater gehen, haben wir ein Drei-Gänge-Menü gegessen, das ich schon zu Hause vorgekocht hatte. Die Vorspeise war besonders lecker. Hier das Rezept für sechs Personen:
1 El Öl mit 75 g Rohrzucker in einer Pfanne karamellisieren. 100 g Walnüsse dazugeben. Auf Alufolie auskühlen lassen. 2 Rollen Zeigenkäse in Scheiben schneiden mit Trüffelhonig bestreichen. Feldsalat nach Bedarf waschen und entstielen. Auf den Tellern verteilen. Mit der abgeriebenen Schale von 2 Bio-Orangen bestreuen, mit Fleur de Sel und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. Das Dressing stellte ich aus Distelöl und Blutorangenbalsamico her. Der Salat wird nun mit dem Zeigenkäse und den Nüssen belegt. Gaumenfreude pur...
Unsere Ferienwohnung "Die gute Stube" kann ich weiterempfehlen. Leider gibt es keinen Ofen, darum war es gut, dass ich vorgekocht hatte, aber die Zimmer sind wirklich hübsch. Sechs Erwachsene haben darin Platz, wenn einer ein bisschen kurz ist, denn ein Bett ist in eine Nische eingebaut und gibt wirklich nur Raum für eine maximal 1,60 m große Person.
Wir hatten wirklich einen sehr schönen Kurzurlaub und der erhält das Prädikat "kindertauglich".
| Paulskirche und Nikolaiturm |
Spiele für die kleinen Mäuse
Nun waren wir ein paar Tage verreist und so hat sich einiges an Ideen angestaut. Ich wollte unbedingt noch drei Spiele empfehlen, die wir uns für die Mädchen zu Weihnachten gewünscht haben. Sie sind wirklich sehr schön und die Damen sind eifrig dabei und gut beschäftigt. Auch wenn die Spiele für Kinder ab vier Jahren ausgewiesen sind, so sind unsere Zweijährigen doch schon richtig begeistert. Ich werde die drei Spiele kurz vorstellen.
Das erste Spiel von HABA heißt "Mein erster Obstgarten". Hier müssen die Kinder Holzobst durch Würfeln von den Bäumen pflücken, bevor der Rabe den Obstgarten erreicht. Sie trainieren Farb- und Formerkennung und kooperatives Spielen.
Das zweite Spiel von Ravensburg trainiert Merkfähigkeit und Farberkennung. Unter den bunten Tellern versteckt man Bildblättchen, die sich die Kinder merken und durch Würfeln aufdecken. Das Spiel ist für kleine Kinder noch ganz schön schwer, darum habe ich es abgeändert. Ich lege alle 24 Bildblättchen auf den Boden und lass die Mädchen abwechselnd Bilder suchen, oder ich nehme drei Teller und verstecke vor ihren Augen drei Bilder und frag: "Wo ist der Ball?"
Das dritte Spiel ist im Moment das schönste. Es ist von Wodden Beeds und recht simpel. Man fädelt Holzperlen auf Bänder und bastelt so Ketten, die die Kinder dann auch noch tragen können. Die Mädchen hatten den Dreh schnell raus und die erste Spielrunde dauerte 45 min und wurde vom Mittagessen unterbrochen. Ich hab mich so gefreut, dass sie so lang dran blieben. Auch auf unsere Silvesterreise haben wir die Perlen mitgenommen. Es nehmen wenig Platz weg und beschäftigen relativ lang.
Das erste Spiel von HABA heißt "Mein erster Obstgarten". Hier müssen die Kinder Holzobst durch Würfeln von den Bäumen pflücken, bevor der Rabe den Obstgarten erreicht. Sie trainieren Farb- und Formerkennung und kooperatives Spielen.
Das zweite Spiel von Ravensburg trainiert Merkfähigkeit und Farberkennung. Unter den bunten Tellern versteckt man Bildblättchen, die sich die Kinder merken und durch Würfeln aufdecken. Das Spiel ist für kleine Kinder noch ganz schön schwer, darum habe ich es abgeändert. Ich lege alle 24 Bildblättchen auf den Boden und lass die Mädchen abwechselnd Bilder suchen, oder ich nehme drei Teller und verstecke vor ihren Augen drei Bilder und frag: "Wo ist der Ball?"
Das dritte Spiel ist im Moment das schönste. Es ist von Wodden Beeds und recht simpel. Man fädelt Holzperlen auf Bänder und bastelt so Ketten, die die Kinder dann auch noch tragen können. Die Mädchen hatten den Dreh schnell raus und die erste Spielrunde dauerte 45 min und wurde vom Mittagessen unterbrochen. Ich hab mich so gefreut, dass sie so lang dran blieben. Auch auf unsere Silvesterreise haben wir die Perlen mitgenommen. Es nehmen wenig Platz weg und beschäftigen relativ lang.
Samstag, 27. Dezember 2014
Mein fantastischer Sonnenschein haut. Kann das denn sein?
Unsere Zwillingsmädchen sind sehr unterschiedlich. War die Große sehr anspruchsvoll und forderte meine ganze Energie, war die Jüngere ein Selbstläufer. Trotz der Schwierigkeiten oder gerade aufgrund dieser bekam die Erstgeborene sehr viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Die Kleine natürlich auch, aber immer im Schnelldurchlauf.
Zwei Jahre später und um viele Erziehungserlebnisse reicher, erlebe ich immer wieder, wie die Kleine auf Verbote mit Aggression reagiert. Ich halte sie sonst gar nicht für auffällig, aber logischerweise bekümmert mich das Verhalten natürlich. Vielleicht versucht sie nun Aufmerksamkeit zu erhaschen, die sie früher nicht bekommen hat. Verbiete ich ihr Dinge, reagiert sie heute gelegentlich damit, das sie wütend wird und mich haut.
Verschiedene Reaktionen hab ich schon ausprobiert. Aufstehen und meine Aufmerksamkeit entziehen, ist nicht die Methode der Wahl, aber auch nicht die schlechteste. Einerseits will ich meinem Kind auch in dieser Situation das Gefühl geben, geliebt zu werden, andererseits ist es manchmal nicht möglich, besonnen zu reagieren. Die schlechteste Reaktion ist es, selbst laut zu werden. Das Kind soll ja ein anderes Verhalten vorgelebt bekommen. Darum ist es sicher besser der Situation zu entfliehen, wenn die Nerven ein besseres Agieren gerade nicht erlauben.
Ich habe auch schon versucht, ihr in solchen Momenten besonders viel Liebe entgegen zu bringen, aber verständlicher Weise will sie das nicht, da sie ja wütend auf mich ist. Ignoriere ich ihr Verhalten, fängt sie zum Beispiel an den Schrank auszuräumen, Bausteine zu werfen oder ähnliches, bis sie meine Aufmerksamkeit hat.
Sehr oft versuche ich ihr, ihr Verhalten vor Augen zu führen, indem ich ihr sage: "Mama haut man nicht. Mama haut Dich auch nicht. Das macht man nicht." Sicher ist es sehr wichtig das Kind ernst zu nehmen und ihm zu vermitteln, dass man seinen Ärger versteht: "Ich verstehe, dass Du Deine Puppe gern noch einmal anziehen möchtest, aber Mama muss sich jetzt selbst auch anziehen, sonst friert sie." Das gelingt mir aber nicht immer, denn wenn Übermüdung oder Zeitdruck bestimmen, ist es manchmal schwer, einen Grund zu finden, denn man verstehen kann.
Wenn ich morgens mit den Mädchen los muss und wir nach 2,5 Stunden Morgenprogramm noch eine Auseinandersetzung haben, nehme ich mein Mädchen in solchen Situationen oft in den Arm und sage ihr, dass ich sie lieb habe, jetzt erst mal die Geschwister runter bringe und sie gleich hole, weil sie im Moment noch nicht bereit ist. Sie ist natürlich traurig, weiter sauer und weint, wenn ich gehe, aber wenn ich wiederkomme, ist sie wie ausgewechselt. Sie hat in diesem Augenblick keine Verlustängste, sie geniest es mit mir allein zu sein, wenn ich wieder da bin und merkt, dass ich sie trotzdem liebe.
Das ist, denke ich, das Wichtigste, Kindern auch in anstrengenden Situation zu zeigen und zu sagen, dass man sie liebt. Ich habe noch keine Lösung für unser Problem. Ich höhle den Stein mit dem steten Tropfen, denn wenn ich eines bisher erkannt habe, dann, dass alles in Phasen verläuft und wir auch diese Phase meistern werden.
Andere Gedanken zum Themen:
http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/10/agressive-kinder-im-alter-von-3-bis-6-jahren-woher-kommen-die-aggressionen-und-wie-geht-man-damit-um.html
1. März 2015:
Ich reflektiere: Das Hauen ist viel weniger geworden. Gelegentlich kommt es noch vor, aber wirklich sehr selten. Dafür lässt sie sich jetzt nur noch von Mama anziehen... Papa darf sie manchmal nicht einmal tragen. Es geht also alles in Phasen vorbei und es kommt wieder etwas neues.
Zwei Jahre später und um viele Erziehungserlebnisse reicher, erlebe ich immer wieder, wie die Kleine auf Verbote mit Aggression reagiert. Ich halte sie sonst gar nicht für auffällig, aber logischerweise bekümmert mich das Verhalten natürlich. Vielleicht versucht sie nun Aufmerksamkeit zu erhaschen, die sie früher nicht bekommen hat. Verbiete ich ihr Dinge, reagiert sie heute gelegentlich damit, das sie wütend wird und mich haut.
Verschiedene Reaktionen hab ich schon ausprobiert. Aufstehen und meine Aufmerksamkeit entziehen, ist nicht die Methode der Wahl, aber auch nicht die schlechteste. Einerseits will ich meinem Kind auch in dieser Situation das Gefühl geben, geliebt zu werden, andererseits ist es manchmal nicht möglich, besonnen zu reagieren. Die schlechteste Reaktion ist es, selbst laut zu werden. Das Kind soll ja ein anderes Verhalten vorgelebt bekommen. Darum ist es sicher besser der Situation zu entfliehen, wenn die Nerven ein besseres Agieren gerade nicht erlauben.
Ich habe auch schon versucht, ihr in solchen Momenten besonders viel Liebe entgegen zu bringen, aber verständlicher Weise will sie das nicht, da sie ja wütend auf mich ist. Ignoriere ich ihr Verhalten, fängt sie zum Beispiel an den Schrank auszuräumen, Bausteine zu werfen oder ähnliches, bis sie meine Aufmerksamkeit hat.
Sehr oft versuche ich ihr, ihr Verhalten vor Augen zu führen, indem ich ihr sage: "Mama haut man nicht. Mama haut Dich auch nicht. Das macht man nicht." Sicher ist es sehr wichtig das Kind ernst zu nehmen und ihm zu vermitteln, dass man seinen Ärger versteht: "Ich verstehe, dass Du Deine Puppe gern noch einmal anziehen möchtest, aber Mama muss sich jetzt selbst auch anziehen, sonst friert sie." Das gelingt mir aber nicht immer, denn wenn Übermüdung oder Zeitdruck bestimmen, ist es manchmal schwer, einen Grund zu finden, denn man verstehen kann.
Wenn ich morgens mit den Mädchen los muss und wir nach 2,5 Stunden Morgenprogramm noch eine Auseinandersetzung haben, nehme ich mein Mädchen in solchen Situationen oft in den Arm und sage ihr, dass ich sie lieb habe, jetzt erst mal die Geschwister runter bringe und sie gleich hole, weil sie im Moment noch nicht bereit ist. Sie ist natürlich traurig, weiter sauer und weint, wenn ich gehe, aber wenn ich wiederkomme, ist sie wie ausgewechselt. Sie hat in diesem Augenblick keine Verlustängste, sie geniest es mit mir allein zu sein, wenn ich wieder da bin und merkt, dass ich sie trotzdem liebe.
Das ist, denke ich, das Wichtigste, Kindern auch in anstrengenden Situation zu zeigen und zu sagen, dass man sie liebt. Ich habe noch keine Lösung für unser Problem. Ich höhle den Stein mit dem steten Tropfen, denn wenn ich eines bisher erkannt habe, dann, dass alles in Phasen verläuft und wir auch diese Phase meistern werden.
Andere Gedanken zum Themen:
http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/10/agressive-kinder-im-alter-von-3-bis-6-jahren-woher-kommen-die-aggressionen-und-wie-geht-man-damit-um.html
1. März 2015:
Ich reflektiere: Das Hauen ist viel weniger geworden. Gelegentlich kommt es noch vor, aber wirklich sehr selten. Dafür lässt sie sich jetzt nur noch von Mama anziehen... Papa darf sie manchmal nicht einmal tragen. Es geht also alles in Phasen vorbei und es kommt wieder etwas neues.
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